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Die Brennnessel - ein störendes Unkraut ?
Die Brennnessel ist viel nützlicher als man denkt!
Sie verursacht ein unangenehmes Brennen auf der Haut und wird von vielen Menschen als unnützes Unkraut angesehen. Dabei hat sie ganz umsonst einen schlechten Ruf!
Brennnesseln findet man oft an Wegrändern, an Komposthaufen oder Waldrändern. Der Mensch sieht in ihr häufig eine störende Pflanze, die den Garten unordentlich aussehen lässt.
Früher war diese Pflanze vom Menschen geschätzt und viel weniger verbreitet als heute. Damals kam sie nur an nährstoffreichen Stellen wie Flussauen oder Siedlungsbereichen vor. Heute gibt es viel mehr solcher Standorte, da der Mensch den Boden häufig düngt oder seine Kompostabfälle in den Wald bringt. Bereits in der Steinzeit erkannte der Mensch den Nutzen der Brennnessel. Er stellte nämlich fest, dass die Brennnessel sehr faserreich ist. Durch Kochen der Pflanze konnte er die Fasern lösen und daraus Kleidung herstellen. Bis in das 17. Jahrhundert baute er die Brennnessel an, um mit ihren Fasern Bettlaken und Textilien herzustellen. Dann setzte sich eine andere alte Kulturpflanze, die Baumwollpflanze durch. Sie eignete sich viel besser für die Herstellung von Kleidung und machte die Sachen länger haltbar. Damit geriet die Brennnessel zunehmend in Vergessenheit. Eine lebenswichtige Bedeutung hat die Brennnessel für viele Schmetterlingsarten wie Tagfalter oder das Tagpfauenauge. Die Falter legen ihre Eier auf den Blättern der Nesseln ab, an denen sich die Raupen nach dem Schlüpfen satt fressen können. Ohne Brennnesseln könnten sich viele Schmetterlingsarten nicht fortpflanzen, da den Raupen die Nahrungsgrundlage fehlen würde. Für den Menschen hat die Brennnessel heute noch eine wichtige Bedeutung als Heilpflanze. Sie enthält wichtige Mineralien und Vitamine. So kann zum Beispiel bei einer Erkältung ein Tee aus den Blättern einer jungen Brennnessel gekocht werden, die viele Vitamine enthalten. Aber auch für das Anrichten eines leckeren Salates werden die jungen Nesselblätter gerne gepflückt. Leicht angewelkte, junge Blätter brennen nämlich gar nicht auf der Zunge. Pobier doch mal! |
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