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Ungebetene Gäste
Begleiter, Folger oder Störenfriede?
Du hast sie bestimmt schon einmal gesehen, als du an einem Feld vorbei gegangen bist. Bunte Blumen, die am Feldrand oder mitten im Feld stehen. Viele Bauern sehen sie als Plage an und bezeichnen sie als „Unkraut“. Aber welche Pflanzen sind „Unkraut“ und welche nicht? Und warum suchen diese Pflanzen sich nicht einfach ein anderes Plätzchen zum Wachsen?
 
„Unkraut“, so bezeichnet man eine „unerwünschte oder schädliche Pflanze“. Tatsächlich ist es aber gar nicht so einfach zu sagen, ob eine Pflanze ein Unkraut ist oder nicht. Der Löwenzahn ist eine der Pflanzen, die häufig zum Unkraut gezählt wird. Er wird aber von vielen Menschen gerne gesehen und schmeckt auch den Kühen auf der Weide gut. Zum Unkraut wird er, wenn er eine ganze Wiese oder ein Feld bedeckt und andere Pflanzen verdrängt. Wenn zu viel Löwenzahn da ist, wird er also zu Unkraut und schädigt andere Pflanzen auf der Wiese.
Unkraut wird besonders ungern dort gesehen, wo Menschen Nutzpflanzen anbauen, also auf Feldern oder in Gärten. Aber auch in Blumenbeeten oder auf Flächen, die dazu gedacht sind, bestimmte Pflanzenarten zu schützen, ist Unkraut nicht willkommen.

Uralte Außenseiter im Kornfeld
Die heute als „Feldunkräuter“ oder auch „Erstbesiedler“ bezeichneten Pflanzen wie die Kornblume, der Hohlzahn, der Hederich und die Winde siedeln sich auf freien Flächen an. Wenn zum Beispiel nach einem Sturm ganze Wälder zerstört werden oder wenn an einem Fluss die Böschung von der Strömung abgetragen wird, gehören diese Pflanzen zu den ersten, die dort wachsen.
Vor etwa 3000 Jahren begannen die Menschen im heutigen Deutschland damit, freie Flächen für den Ackerbau zu schaffen. Diese Flächen boten optimale Lebensbedingungen für das so genannte „Unkraut“. Woher sollen sie auch wissen, dass sie das nicht dürfen?
Seit jeher versuchen Menschen, die unerwünschten „Unkräuter“ loszuwerden. So einfach ist das aber leider nicht, denn im Laufe der Jahre wurden immer mehr Pflanzenarten aus dem Mittelmeerraum und Asien nach Europa eingeführt. Die vielen verschiedenen Feldunkräuter passten sich immer mehr der Lebensweise des Getreides an. Sie gewöhnten sich an die Bodenbearbeitung und passten ihre Keimreife an den Zeitpunkt der Getreideernte an. Einige Feldunkräuter passten sogar die Form ihrer Samen so stark an die Samen des Getreides an, dass man sie kaum mehr auseinander halten kann. So passierte es häufig, dass die Bauern nicht nur ihr Getreide aussäten, sondern auch zusätzlich Samen der Unkräuter. Durch ihre Hartnäckigkeit wurden Feldbeikräuter natürlich bald zum „Unkraut“ für die Landwirte. Sie nahmen dem jungen Getreide das Licht weg und raubten ihnen den Platz. Manche Feldpflanzen gingen ein oder brachten einen geringeren Ertrag. Noch heute versuchen Landwirte „Unkräuter“ von ihrem Acker fernzuhalten. Sie setzen dafür Gifte ein. Diese schaden aber nicht nur den „Unkräutern“, sondern auch den vielen Insekten die auf dem Acker leben.
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Ackerwinde
Die Ackerwinde
Klatschmohn
Der Klatschmohn
Kornblume
Die Kornblume