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Klein aber oho!
Der Ameisenlöwe ist „Insekt des Jahres 2010“
Das Insekt des Jahres 2010 ist der Ameisenlöwe. Er hat sieben Augen, eine bräunliche Färbung und lebt nach dem Sprichwort „wer anderen eine Grube gräbt, fällt selbst hinein“.
Nur, dass das etwa 1,5 Zentimeter kleine Tier schon in seiner trichterartigen Fallgrube am Boden lauert. Der Ameisenlöwe frisst nämlich, wie der Name schon sagt, Ameisen, aber auch andere kleine Insekten. Dazu baut er einen Fangtrichter im Boden. Das kostet ihn eine halbe Stunde Arbeit. Dann hockt er sich bewegungslos in seine Grube und wartet. Sein Warten hat sich gelohnt, wenn eine ahnungslose Ameise den lockeren, sandigen Abhang in seine Fallgrube runterrutscht. Dann packt der Ameisenlöwe das zappelnde Tier mit seinen zangenartigen Mundwerkzeugen, saugt sie aus und „wirft“ die Hülle anschließend mit einer ruckartigen Kopfbewegung aus der Grube. Hat er beim ersten Zupacken sein Opfer verfehlt und droht es ihm aus der Fallgrube zu entkommen, schleudert er mit der gleichen ruckartigen Kopfbewegung dem Flüchtling Sandkörnchen hinterher, die ihn unweigerlich wieder in die Tiefe reißen.
Selbst Insekten, die größer als der Ameisenlöwe selbst sind, kann er mit seinen gigantischen Zangen und dem darin enthaltenen, schnell wirkenden Gift überwältigen. Je wilder die gefangenen Insekten zappeln, desto mehr werden sie von Sandkörnchen bedeckt, die vom Rand der Grube herunter rieseln. Eine Flucht wird für das Insekt dadurch immer unwahrscheinlicher. Der Ameisenlöwe ist die Larve der libellenähnlichen Ameisenjungfer. Sie fliegt ein bisschen unbeholfener als die großen und prächtigen Libellen. Die Ameisenjungfern, ebenfalls Insektenjäger, sind nachtaktiv und hauptsächlich hinter Kleinschmetterlingen her. Aus den im Sand abgelegten Eiern entwickeln sich die Ameisenlöwen, die sich nach circa zwei Jahren verpuppen. Aus der Puppe schlüpfen dann die fertigen Ameisenjungfern. Der Ameisenlöwe hat kaum Feinde, weil er für Insektenfresser unsichtbar ist. Jedoch muss sich die nachtaktive Ameisenjungfer vor Fledermäusen und Vögeln in acht nehmen. |
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