Wusstest du schon, dass in Deutschland die größte Menge an Niederschlägen in einem Jahr 3499 mm betrug? 1944 fiel diese Menge am Putschellerhaus im Berchtesgadener Land. Immerhin ein Wasserstand von 3,5 Metern, wenn alle Niederschläge auf einmal herunter gekommen wären.
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Wasserdampf und Hagelkorn
So entstehen Wolken, Regen, Hagel und Schnee.
Aus einem wolkenlosen Himmel kann es nicht regnen oder schneien, das ist klar. Doch wie entstehen Wolken? Und warum regnet es manchmal aus Wolken und ein anderes Mal ziehen sie einfach so über uns hinweg?
Wasser bedeckt einen großen Teil der Erdoberfläche. Die Sonneneinstrahlung erwärmt das Wasser der Flüsse, Seen und Meere, so dass es irgendwann vom flüssigen in den gasförmigen Zustand übergeht. Diesen Vorgang nennt man Verdunstung. Das gasförmige Wasser nennt man Wasserdampf – es ist unsichtbar. Vom Erdboden weg wird der Wasserdampf durch Luftströmungen in der Atmosphäre verteilt. In höheren Luftschichten ist es kälter. Hier verwandelt sich der Wasserdampf wieder in Wasser, und zwar in kleinste, schwebende Wassertröpfchen. Das sind die Wolken, die du siehst. Man kann also auch sagen: Eine Wolke ist Wasser, das am Himmel schwebt.
Die meisten und dichtesten Wolken treten in den untersten Schichten der Atmosphäre auf, da dort die Konzentration an Wasserdampf und den für die Wolkenbildung wichtigen Kondensationskernen am größten ist. Kondensationskerne sind feinste Partikel (zum Beispiel Staub und Ruß), an denen sich der Wasserdampf anlagert und zu Tröpfchen wächst. Diesen Vorgang nennt man Kondensation. Für eine Wettervorhersage ist unter anderem die Beobachtung und Einschätzung der Wolken relevant. Wolken können nach ihrem Aussehen und ihrer Höhenlage am Himmel charakterisiert werden. Vergleichbar der Pflanzen- und Tierwelt werden Wolken nach Familien, Gattungen, Arten und Unterarten eingeteilt und lateinisch benannt. Diese Einteilung ist auf der ganzen Welt einheitlich. Die vier Wolkenfamilien werden nach den verschiedenen Stockwerken der Wolken, also ihrer Höhe am Himmel, eingeteilt. Zusätzlich unterscheidet man die Wolkengattungen anhand der Form der Wolke. Die Hauptgestalten sind: Schichtwolke (Stratus), Quell- oder Haufenwolke (Cumulus) und eine Mischform zwischen Haufen- und Schichtwolke (Stratocumulus). Schichtwolken entstehen durch großräumiges Aufgleiten und Cumulus-Wolken durch kleinräumiges Aufsteigen erwärmter Luft. Eine nähere Beschreibung der Wolkengestalt, z.B. „faserig“, „niedrig“ oder „mächtig aufgetürmt“, führt schließlich zu der einzelnen Wolkenart; es werden 14 Wolkenarten unterschieden. ![]() Hier siehst du, wie Wolken nach ihrer Form und ihrer Höhe am Himmel eingeteilt werden. |
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