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Der Same des Löwenzahns
Ein Meister im Fallschirm springen
Manche nennen ihn Kuhblume, weil ihn Kühe so gerne fressen, andere heißen ihn Milchbusch, wegen des klebrigen Milchsaftes in seinen Stängeln. Fast alle kennen ihn jedoch unter dem Namen Butterblume oder Pusteblume. Sein richtiger Name lautet Löwenzahn.
 
Der Löwenzahn macht im Laufe seines Pflanzenlebens eine eigenartige Verwandlung durch: im Frühling und Sommer ist seine Blüte leuchtend gelb, im Spätsommer dann verwandelt sich die gelbe Blütenpracht in einen flauschig-weißen Teppichteppich.
Was ist passiert?
Wenn die Löwenzahnblüte welkt, schließen sich die Kelchblätter und die Blütenblätter fallen ab. Im Kelch wachsen nun die Samen heran, die aussehen wie kleine Fallschirme – die Pusteblume entsteht.
Und tatsächlich sehen die Samen von der Löwenzahnpflanze nicht nur aus wie kleine Fallschirme, sie nutzen auch das gleiche Prinzip.

Die Löwenzahnpflanze möchte ihre Samen weit verbreiten, um als Art zu überleben. Sie nutzt dazu den Wind. Der trägt den reifen Samen, der an dem „Fallschirm“ hängt bis zu 10 km weit. Das Schirmchen sorgt dafür, dass der Luftwiderstand größer wird. Die Fallgeschwindigkeit verringert sich dadurch auf wenige Zentimeter pro Sekunde. Der Wind hat also genug Zeit den Fallschirm zu ergreifen und weit zu verwehen.
Auch Bäume, die ihre Samen oder Früchte verlieren, sorgen dafür, dass diese möglichst langsam fallen. Die Früchte des Ahorns zum Beispiel sinken in einer spiralförmigen Rotationsbewegung zu Boden. Sie heißen deshalb auch Drehflügler. Auf diese Weise werden Bremskräfte erzeugt, der Samen fällt langsamer zu Boden und kann von Seitenwinden verweht werden.

Beim Fallschirmspringen passiert genau das Gleiche. Springt der Fallschirmspringer aus dem Flugzeug bremst ihn zwar der Luftwiderstand ein wenig ab. Dennoch würde sein Flug ziemlich schnell zu Ende sein, wenn er nicht seinen Schirm spätestens 500 Meter über der Erde öffnen würde. Der Schirm entfaltet sich und der Luftstrom drückt von unten dagegen. Der Luftwiderstand ist nun größer und bremst den freien Fall auf etwa 20 Kilometer pro Stunde ab. Der Fallschirmspringer gleitet gemächlich auf den Boden.
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